250 Jahre Illuminatenorden; Historiker widerlegen gängige Mythen, zeigen begrenzte historische Bedeutung; Gotha als letztes Zentrum, Forschungsplattform verfügbar; Illuminaten weiterhin Hauptthema von Verschwörungstheorien und Popkultur; Fakten vs. Legenden. 250 Jahre IlluminatenordenEin Orden, sie zu knechten, sie alle zu finden und ewig zu binden 250 Jahre IlluminatenordenEin Orden, sie zu knechten, sie alle zu finden und ewig zu binden Aus einem studentische Lesezirkel erwuchs im späten 18. Jahrhundert einer der ungewöhnlichsten Geheimgesellschaften der Aufklärungszeit: der Illuminatenorden. Obwohl er nur zehn Jahre bestand, beflügelt er Verschwörungstheoretiker bis heute. Am 1. Mai 1776 gründete der junge Ingolstädter Professor für Kirchenrecht Adam Weishaupt (1748–1830) den Illuminatenorden. Eine Geheimgesellschaft, die nur gut ein Jahrzehnt bestand und doch die kollektive Vorstellungskraft bis heute nicht loslässt. 250 Jahre nach seiner Gründung ist der Orden immer noch in Verschwörungstheorien und in der Populärkultur präsent. Was aber ist über ihn historisch belegt? Wie weit klaffen Mythos und Wirklichkeit auseinander? Suche nach SündenböckenSo funktionieren Verschwörungstheorien Mit diesen Fragen befasst sich seit 2018 die Arbeitsstelle Illuminaten-Forschung am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt. Die Historiker Markus Meumann, Martin Mulsow und Olaf Simons haben in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Nachwuchswissenschaftlern die wichtigsten historischen Quellen systematisch erschlossen und der Forschung zugänglich gemacht. Im Mittelpunkt steht dabei die „Schwedenkiste“, die ein umfangreiches Ordensarchiv des Thüringer Illuminaten-Cheforganisators Johann Joachim Christoph Bode enthält. Dieser zentrale Dokumentenbestand wurde erst Ende der 1980er Jahre – nach einer abenteuerlichen Odyssee im bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg – wiederentdeckt und ist bis heute nicht vollständig ausgewertet. Was geschah am . . . 21. Juli 1969?Zehn Mythen zur Mondlandung: Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond Gotha – Zentrum des Illuminatenordens Die Gothaer Forschungen haben das bisherige Bild des Ordens in einem wesentlichen Punkt korrigiert: Anders als vielfach behauptet, fiel dessen Ende nicht mit dem kurbayerischen Verbot von 1785 zusammen. Vielmehr betrieb Bode ab 1783 84 unter der Protektion des aufgeklärten Herzogs Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg eine florierende Ordensprovinz namens „Ionien“ mit Schwerpunkt in Thüringen, die zum neuen Führungszentrum des Ordens avancierte und erst im Sommer 1787 erlosch. Gotha war damit die letzte Hochburg des Ordens und ist heute der Ort seiner intensivsten wissenschaftlichen Erforschung. Mit der digitalen Forschungsplattform „Gotha Illuminati Research Base“ haben die Gothaer Forscher eine international genutzte Referenzadresse für quellengestützte Informationen über den Orden geschaffen. Von „Deep State“ bis „Tag X“Das sind die Verschwörungsmythen der Reichsbürger Was war der Illuminatenorden wirklich? Der Name Illuminati kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie „Die Erleuchteten“. Der Orden wurde zu Beginn als studentischer Lesekreis gegründet, dessen Mitglieder sich selbst „Perfectibilisten“ nannten. Er entwickelte sich schnell zu einer der ungewöhnlichsten Geheimgesellschaften der Aufklärungszeit: Radikal in seinen Bildungsidealen, elitär in seiner Rekrutierung, heterogen in seiner Mitgliedschaft. Der Orden zählte Gelehrte, Beamte, Adlige und Bürger sowie den Gothaer Herzog zu seinen Mitgliedern, Frauen waren nicht zugelassen. Das 1785 verhängte Verbot in Bayern und die anschließende Veröffentlichung konfiszierter Ordenspapiere beförderten die Legendenbildung, die im Zuge der Französischen Revolution noch verstärkt wurde, so dass veritable Verschwörungserzählungen entstanden. Studie zu VerschwörungstheorienNicht nur das Netz ist schuld: Was hinter Verschwörungstheorien steckt Diese – und nicht historische Fakten – sind es, die den Orden bis heute in der Populärkultur am Leben erhalten. Die Gothaer Forschungen zeigen demgegenüber: Der historische Illuminatenorden war eine Erscheinung der deutschen Spätaufklärung mit klar umrissener geografischer und zeitlicher Ausdehnung – faszinierend genug, um ohne Mythen auszukommen. Obwohl der Orden nur bis 1787 bestand und in den Grenzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation agierte, gilt er doch in der populären Kultur als die einflussreichste Geheimgesellschaft der Weltgeschichte, die in den Jahren vor der Französischen Revolution Staat und Gesellschaft unterwandert und auf den Umsturz der bestehenden Ordnung hingearbeitet habe. Grundlage dieser weitverbreiteten Annahme sind nach Angaben der Erfurter Forscher allerdings weniger historisch belegbare Fakten und Erkenntnisse als vielmehr Legenden und Verschwörungstheorien, die zwar in den letzten Jahrzehnten durch Literatur, Film und insbesondere das Internet erheblich an Virulenz gewonnen haben, im Kern aber bereits im zeitlichen Kontext der Französischen Revolution selbst entstanden sind. Die Illuminaten sind auch Thema in populären Romanen wie in der Romantrilogie „Illuminatus!“ von Robert Shea und Robert Anton Wilson, in Umberto Ecos „Das Foucaultsche Pendel“ oder „Illuminati“ von Dan Brown. Hier werden sie als finstere Schurken, undurchsichtige Komplottschmieder oder dämonische Weltverschwörer dargestellt. In Dan Browns Verschwörungsthriller muss der Harvard-Symbolforscher Robert Langdon in einem Rennen gegen die Zeit Hinweise entschlüsseln, um den Vergeltungsschlag des reaktivierten Geheimbunds auf den Vatikan zu vereiteln. Von geheimen Allianzen wird gesprochen, von finsteren Verschwörungen, von gesteuerten Medien und der Politik als Betrugsmaschinerie. Die Rede ist von Verschwörungstheorien.Die dahinter stehenden Weltbilder mögen auf Außenstehende absurd wirken. Aber die Zahl ihrer Anhänger ist weltweit groß - gerade auch in den USA. Am 20. Juli jährt sich die erste bemannte Mondlandung zum 56. Mal. Sie bildete das Finale eines beispiellosen Wettlaufs der Sowjetrussen mit den Amerikanern. Oder hat sie vielleicht gar nicht stattgefunden? War der „große Schritt für die Menschheit“ echt oder nicht? Zehn Behauptungen dazu im Faktencheck. Geheime Allianzen, finstere Verschwörungen, gesteuerte Medien, Politik als Betrugsmaschinerie: Die Rede ist von Verschwörungstheorien. Die dahinter stehenden Weltbilder mögen absurd wirken. Aber die Zahl ihrer Anhänger ist groß und die Gefahr real, wie der Stuttgarter Prozess gegen Mitglieder des Reichsbürgernetzwerks zeigt. Der Tübinger Professor Michael Butter klärt, warum Fakten gegen Verschwörungstheorien nicht helfen – und was soziale Medien damit zu tun haben. Ein Orden, sie zu knechten, sie alle zu finden und ewig zu binden Abteilungsleiter Finanzen, Mitglieder und Services (m d) - Strategie und Grundsatzfragen Sechsjährige totVater überfährt sein eigenes Kind mit dem Auto OstseeArbeiten für Wal-Rettungsversuch vor Poel schreiten voran DeutschlandMedizinerin befürchtet Trend zu immer mehr assistierten Suiziden OstseeFünf Stunden Autofahrt aus Interesse an gestrandetem Wal US-Einwanderungspolizei85-jährige Französin nach 16 Tagen in US-Abschiebehaft zurück in Frankreich Celestyal DiscoveryErstes Kreuzfahrtschiff hat Straße von Hormus passiert Eurojackpot am FreitagDie Eurojackpot Zahlen der Ziehung vom 17.04.2026 BayernBahn meldet fälschlich Sperrung am Nürnberger Hauptbahnhof OstseeWal vor Poel – Rettungseinsatz startet frühestens am Samstag höchst küchenmanufaktur Inh. Dominik Höchst e.K. Ein sechsjähriges Mädchen wird von seinem Vater in der Hauseinfahrt überfahren. Es kann nicht gerettet werden. An Tag 3 des Rettungsversuchs einer privaten Initiative für den Buckelwal vor Poel herrscht reger Betrieb. Detaillierte Infos sind aber rar. Wie weit kommt die Aktion heute? Jeder Mensch hat das Recht, frei über seinen Tod zu entscheiden. Das hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt. Eine Medizinerin fürchtet Missbrauch und Wildwuchs. Das Schicksal des gestrandeten Buckelwals lockt Schaulustige auf die Insel Poel - zum Teil mit langer Anfahrt. Nach 16 Tagen in US-Abschiebehaft ist eine 85-jährige Französin nach Frankreich zurückgekehrt. Die Seniorin war wegen eines überzogenen Touristenvisums festgenommen worden. Allmähliche Erleichterung nach vielen bangen Wochen: Die ersten Schiffe haben die Straße von Hormus durchquert und befinden sich im Indischen Ozean in Sicherheit. Die Eurojackpot Zahlen werden jeden Dienstag & Freitag in Helsinki (Finnland) gezogen. Hier finden Sie alle Gewinnzahlen und Quoten zusammengefasst. Die Bahn verbreitet eine Sperrung des wichtigen fränkischen Bahnhofs, Züge würden zurückgehalten. Warum Reisende sich dennoch entspannen konnten. Vor der Insel Poel laufen die Vorbereitungen für die Befreiung des gestrandeten Wals. Frühestens am Samstag soll der eigentliche Rettungsversuch starten. Die Helfer sind optimistisch. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.250-jahre-illuminatenorden-ein-orden-sie-zu-knechten-sie-alle-zu-finden-und-ewig-zu-binden.3d0470b2-3b6f-43c0-a845-f23acb138080.html sdDatePublished: 2026-04-18T15:20:00Z Topics: history, university, newspaper Locations: Russia, Germany, Nordwestmecklenburg, France, Finland, Nürnberg, Iran, Gotha, Gotha (Landkreis), India, United States, Espoo, Thüringen, Stuttgart, Ingolstadt, Bavaria, Mecklenburg-Vorpommern, Tübingen