Weiler-Malereien aus Innsbrucker Stadtsäle erstmals öffentlich zugänglich in Erl; 28 Meter Wandfries, Transport und Restaurierung komplex; Werke künftig in Festspielhaus und Künstlerinnenresidenz, Versicherung 7 Mio. Euro.

Weiler-Malereien in Erl angekommen - tirol.ORF.at

17.04.2026 18.21 Online seit gestern, 18.21 Uhr

Der Künstler Max Weiler 1960 für die Innsbrucker Stadtsäle riesige Wandmalereien geschaffen. Letzte Woche wurden die zerschnittenen Teile des 28 Meter langen Wandfries nach Erl (Bezirk Kufstein) transportiert, dort macht sie Hans-Peter Haselsteiner künftig der Öffentlichkeit zugänglich.

Als Leihgabe der Stadt Innsbruck werden die wertvollen Weiler-Werke bald in Erl zu sehen sein. Die Versicherungssumme liegt bei sieben Millionen Euro.

Der Transport der zerschnittenen Weiler-Wandteile war letzte Woche eine heikle Mission. Millimeterarbeit war gefragt, um die bis zu vier Tonnen schweren Kunstwerke mit Kränen aus der Lagerhalle zu heben.

Haselsteiner will Weiler-Malereien in Erl

Diese Werke des Künstlers, der in den 1960er-Jahren in Tirol seiner Zeit voraus war, finden nun in Erl ein neues Zuhause. Kunstliebhaber Hans-Peter Haselsteiner betonte die Besonderheit der Weiler-Kunst, die mit ihrer Art der Malerei international anerkannt wurde. Die Faszination liegt nicht nur im rein ästhetischen Bereich, sondern auch in der Geschichte der Anfeindungen und dem erfolgreichen Weg des Künstlers.

Die Weiler-Bilder werden derzeit mit großer Sorgfalt restauriert. Einem großen Puzzle gleich werden die Wandteile in der Werkstatt der Tiroler Festspiele Erl zusammengesetzt. Ein Teil des 28 Meter langen Wandfries wird bald die Künstlerinnenresidenz schmücken, der andere die Eingangshalle des Festspielhauses.

Kosten für Transport und Restaurierung werden geteilt

Die Kosten für Transport und Restaurierung der Kunstwerke belaufen sich auf 140.000 Euro. Diese teilen sich die Stadt, die Landesgedächtnisstiftung und die Tiroler Festspiele Erl. Mit der Fertigstellung entfallen zudem künftig die Depotkosten.

Diese Kooperation ermöglicht, dass die Weiler-Werke von einer breiten Öffentlichkeit bewundert werden können, was in früheren Ausstellungen durch die Höhe der Installationsorte oft nicht möglich war.