Außergewöhnliches Stadtderby: TV Oeffingen besiegt SV Fellbach mit 33:22, starke zweite Halbzeit, Trainer Tobias Unfried überrascht Team, Rühle bester Werfer. Sieg hat keine Tabellen-Auswirkung, bereitet Aufstiegsrunde vor.
TV Oeffingen, SV Fellbach: Ein besonderes Stadtderby – auch für Tobias Unfried - Lokalsport Fellbach
TV Oeffingen, SV FellbachEin besonderes Stadtderby – auch für Tobias Unfried
Die Verbandsliga-Handballer des TV Oeffingen setzen sich im Stadtderby gegen den SV Fellbach mit 33:22 durch und zeigen dabei nach der Pause eine fast makellose Vorstellung.
Nach einem gewöhnlichen Spiel muss derTrainer Tobias Unfriedseine Spieler in der Sporthalle einsammeln und sie in die Kabine schicken. Der eine steht bei Freunden auf der Tribüne, der andere hat schon ein kühles Getränk in der Hand und plaudert mit der Familie. In der Umkleide richtet er dann ein paar Worte an sein Team. Am Samstagabend war das anders. Timo Zoller musste den Coach erst in die Kabine rufen, dort saßen die Handballer desTV Oeffingenschon bereit und warteten auf die Ansprache ihres Trainers. Der hatte dieses Mal gar nicht vor, eine Rede zu schwingen, schließlich hatte seine Mannschaft auf dem Feld mit ihrer Leistung schon alles gesagt. Es muss also etwas Außergewöhnliches passiert sein. Wie wäre es mit einem 33:22-Sieg imStadtderbyder Verbandsliga gegen den NachbarnSV Fellbach?
Nach einem holprigen Start – die Gäste hatten deutlich besser ins Spiel gefunden und mit 6:4 geführt – kamen die Oeffinger Handballer besser mit der Situation zurecht und lagen zur Halbzeit mit 14:12 vorn. Es war eine abwechslungsreiche Begegnung, die jedoch auch zahlreiche technische Fehler offenbarte. Doch wenn die rund 450 Zuschauer nach dem Pausendrink ein weiterhin spannendes Spiel erwartet hatten, wurden sie enttäuscht. Die zweite Spielhälfte war eine halbe Lehrstunde in Effizienz, die Gastgeber waren in der Abwehr nun fast nicht mehr zu überwinden, und vorn waren sie fast nicht mehr aufzuhalten. „Die Basis für unseren Spaßhandball ist eine gute Abwehr. Wir wollten dann auch kein Tempo rausnehmen. Wir sind bereit für die Aufstiegsrunde“, sagte Tobias Unfried nach seinem kurzen Kabinengang.
Die Spieler des SV Fellbach machen den Gegner stark
Auf der anderen Seite war der SVF-Trainer Frank Schmid enttäuscht, dass es sein Team in der ersten Spielhälfte nicht geschafft hatte, den Vorsprung auszubauen: „Wir haben den Gegner stark gemacht, und der hat das gut angenommen.“ Das Spiel ist zugunsten des TVOe gekippt, nachdem der Fellbacher Jan Spindler verletzt vom Feld begleitet worden war. Und später, als Frank Schmid den siebten Feldspieler gebracht hatte, um mehr Optionen in der Offensive zu haben, blieb dieser Versuch erfolglos. „Dann haben wir irgendwann auch nicht mehr daran geglaubt“, sagte der Trainer des SVF.
Torwart Yannick Seeger vom TV Oeffingen überzeugt
Bester Werfer auf dem Feld war am Samstag der Ex-Fellbacher Tobias Rühle, der zehn Tore für die Gastgeber erzielte. Auch ohne ihre treffsicheren Werfer Robin Stöhr und Marcel Meyer, die verletzungsbedingt aussetzen mussten, lief es im Angriff rund. Lucas Frey markierte sechs Treffer aus dem Rückraum, Levi Fröschle war sechsmal vom Kreis erfolgreich. Und hinter einer starken Abwehrreihe wusste der Tormann Yannick Seeger immer wieder zu glänzen. Die Handballer des SV Fellbach blieben im Angriff blass. Lediglich Magnus Dierl und Felix Wente konnten sich ab und zu durchsetzen und markierten jeweils vier Treffer. Ihr bester Werfer war Joe Traub, allerdings erzielte er sechs seiner sieben Tore per Siebenmeter.
Handball-VerbandsligaUnfassbare letzte Minute im Stadtderby
In der Tabelle der Verbandsliga hat dieses Ergebnis keine Auswirkung, die Oeffinger Handballer werden sich als Tabellenzweite auf die Aufstiegsrunde vorbereiten, das SVF-Team wird sich dahinter einreihen. Doch dieser deutliche Sieg im Nachbarschaftsduell war doch etwas Besonderes. Auch für den Trainer Tobias Unfried, der diesmal von seinen Akteuren in der Kabine erwartet wurde.
TV Oeffingen: Seeger (1), Wersch – Rühle (10
1), Frey (6), Levi Fröschle (6), Ferdinand Würmle (4), Fynn Fröschle (3), Köhler (3), Gregorius, Kolotuschkin, Köngeter, Langenfeld, Manuel Paul, Westner, Zoller.
SV Fellbach: Osap, Wolf – Joe Traub (7
6), Dierl (4), Wente (4), Pick (2), Spindler (2), Freudenreich (1), Georg (1), Schauer (1), Kapp, Mergenthaler, Spiertz, Waldraff.
Die Handballer des SV Fellbach geben das Verbandsliga-Spiel gegen den Stadtnachbarn TV Oeffingen in den finalen Sekunden noch aus der Hand und verlieren mit 32:33.
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