Neuer Reformvorschlag: Flurbereinigung weiterführender Schulen in Baden-Württemberg, weniger Schularten, größere Standorte, fast keine Schließungen, alle Abschlüsse wohnortnah, Ziel: mehr Bildungsgerechtigkeit, effizienterer Ressourceneinsatz. Schulen in Baden-Württemberg: Initiative schlägt Flurbereinigung für weiterführende Schulen vor - Baden-Württemberg Schulen in Baden-WürttembergInitiative schlägt Flurbereinigung für weiterführende Schulen vor Baden-Württemberg könnte größere und leistungsstärkere Schulen fast ohne Schulschließungen bekommen. Das hat eine Studie errechnet – die wichtigsten Eckpunkte der Reform. Im Sondierungspapier der künftigen grün-schwarzen Koalition spielen die weiterführendenSchulenkeine Rolle. Doch es kommt nicht von ungefähr, dass die Initiative für eine Neue Sekundarschule, in der Bildungsforscher, Schulpraktiker und die Robert-Bosch-Stiftung zusammenarbeiten, gerade jetzt und in die Koalitionsverhandlungen hinein einen neuen Vorstoß zur Weiterentwicklung der Schullandschaft inBaden-Württembergplatziert. Land hat am meisten Schularten und die kleinsten Schulen Anlass dafür ist, dass Baden-Württemberg das unübersichtlichste und kleingliedrigste Schulsystem mit den kleinsten Schulen in ganz Deutschland hat. Erklärte Ziele sind, mehr Bildungsgerechtigkeit, effizienteren Ressourceneinsatz und größere Planungssicherheit für die Schulentwicklung zu erreichen. Baden-WürttembergNeuer Vorschlag für Lösung im Schulstreit Die Initiative hat nun eine neue 147 Seiten lange Analyse öffentlich gemacht, die unserer Redaktion vorliegt. Darin wird die Machbarkeit der Neuen Sekundarschule am Beispiel von vier Landkreisen für den Südwesten durchgerechnet. Mit den Kreisen Ludwigsburg, Tübingen, Reutlingen und Calw werden städtische, ländliche und Mischregionen abgedeckt. Für ihre Strukturreform haben die Autoren eine Mindestgröße von 450 Schülern und drei Parallelklassen zugrunde gelegt. Gemeinsames Dach – unterschiedliche Pädagogik Laut der Studie könnten in allen vier untersuchten Landkreisen aus bisher 89 Standorten von Haupt- und Werkrealschulen, Gemeinschaftsschulen und Realschulen etwa 65 Neue Sekundarschulen gebildet werden. In dieser Schulart würden laut diesem Konzept alle weiterführenden Schularten außer den Gymnasien aufgehen. Ganztagsangebote sollen verpflichtend und eine intensive Berufsorientierung gewährleistet sein. Eine einheitliche Pädagogik ist nicht angestrebt. Unter dem Dach der Neuen Sekundarschule würden die Schulen laut Angabe der Initiatoren selbst entscheiden, ob und wie sie die tradierten Profile und angestammten Arbeitsweisen von Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen anwenden oder weiterentwickeln. Mit diesem Reformansatz würde die Zahl der organisatorisch selbstständigen Schulen deutlich reduziert, die Zahl der Standorte dagegen bliebe nahezu stabil. Das ist möglich, weil schon heute vielerorts mehrere Schularten an einem Campus oder in unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelt sind. Lediglich sechs bisherige Werkrealschulen würden wegen der geringen Schülerzahl entweder wegfallen oder zur Außenstelle einer Neuen Sekundarschule herabgestuft. Lehrermangel und BildungskriseWarum Baden-Württemberg über Schulschließungen nachdenken muss Im städtischen Kreis Ludwigsburg könnten der Untersuchung zufolge aus bisher 39 selbstständigen Schulen unterschiedlicher Art 27 neuartige Sekundarschulen werden. Lediglich eine Schule würde geschlossen oder zur Außenstelle einer Nachbarsekundarschule. Im Landkreis Tübingen gäbe es bei einer Reduktion von zwölf auf elf Schulen am wenigsten Veränderung. Dort würde eine Werkrealschule auslaufen. In Reutlingen würden aus 21 Schulen 16 Schulstandorte, wobei zwei Werkrealschulen entweder auslaufen oder zur Außenstelle werden. Im Kreis Calw würde die Zahl der selbstständigen Schulen von 17 auf elf sinken. Dort würden zwei Werkrealschulen aufgegeben. Alle Abschlüsse sollen wohnortnah erreichbar bleiben Mit dieser Reform würde es in Baden-Württemberg laut der Untersuchung zu größeren, leistungsfähigeren und langfristig lebensfähigen Schulstandorten kommen. Es würde deutlich weniger Schularten geben und der Konkurrenzdruck zwischen den Schulstandorten würde sinken. So soll eine bessere Lehrerversorgung auch in Mangelfächern gewährleistet und ein umfangreicheres Förderangebot für die Schüler garantiert werden. Laut dem Befund der Autoren bleiben bei einer solchen Flurbereinigung alle Bildungsabschlüsse in Baden-Württemberg flächendeckend wohnortnah erreichbar. Die Autoren der Studie haben ihren Reformansatz nicht an der maximalen Effizienzsteigerung ausgerichtet, sondern wollten möglichst viele Schulstandorte erhalten. In Baden-Württemberg gibt es rund 220 Haupt- und Werkrealschulen, mehr als 300 Gemeinschaftsschulen und gut 400 Realschulen. Das sorgt an vielen Orten an den weiterführenden Schulen jenseits des Gymnasiums für eine harte Konkurrenz um Schüler und auch um Lehrkräfte. Zum Vergleich: Landesweit gibt es lediglich 360 Gymnasien. Kocht der alte Streit über Schulstrukturen wieder hoch, oder gibt es eine Chance auf Beilegung? Was Forscher und Schulpraktiker als Lösung vorschlagen. Baden-Württemberg hat viel mehr und deutlich kleinere Schulen als andere Länder. Das ist zum Qualitätsproblem für den Bildungsstandort im Südwesten geworden. Initiative schlägt Flurbereinigung für weiterführende Schulen vor Wetter in Baden-WürttembergGrauer Wochenstart - wann und wo es wieder 20 Grad werden Baden-WürttembergFrühlingspause: Wo Regen und Gewitter drohen Landkreis BiberachMann verletzt zwei Menschen lebensgefährlich – Fahndung Rhein-Neckar-KreisBetrunkener Fahrer mit Kindern ohne Kindersitz baut Unfall Berufung nach FreispruchNeue Runde in Prozess um Senioren-Betreuer StuttgartDieser Mann führt künftig die AfD im Landtag an Kreis TübingenPolizei stoppt 92 Jahre alten Geisterfahrer Ermittlungen in UlmMann schwer verletzt am Karlsplatz gefunden – Fall gibt Rätsel auf Baden-WürttembergSPD will mit Mitgliederbefragung neuen Vorsitz finden Am Wochenende lockte der Frühling mit Biergarten-Wetter. Doch schon am Sonntag war damit erst einmal wieder Schluss. Die Woche startet grau - wie es weiter geht mit dem Wetter. Gewitter im Wetterrucksack: Wer am Sonntag in Baden-Württemberg einen Ausflug machen möchte, braucht Geduld – und besser auch einen Regenschirm. Sonne gibt’s nur vereinzelt. In einem Hotel im Landkreis Biberach werden ein Mann und eine Frau mit schwersten Verletzungen gefunden. Sie kennen den mutmaßlichen Täter laut Polizei - doch von ihm fehlt jede Spur. Mit über einem Promille am Steuer, drei Kindern ohne Kindersitz im Auto – und dann kracht es im Kreisverkehr. Gegen den Autofahrer ermittelt nun die Polizei. Die Chefin einer Vermittlungsfirma wurde vom Vorwurf des Einschleusens von Ausländern freigesprochen. Wusste sie wirklich nichts von den rechtlichen Vorgaben? Machtwechsel an der Fraktionsspitze: Die AfD ist so stark wie nie im Plenum vertreten. Die neue Truppe wird von einem Mann geleitet, der bislang kaum in Erscheinung getreten ist. Ein Senior fährt auf einer Bundesstraße in die falsche Richtung. Mehrere Autofahrer müssen ihm ausweichen. Wie Polizisten die gefährliche Situation lösen konnten. Ein Mann wird schwer verletzt am Karlsplatz in Ulm aufgefunden, die Ermittler suchen Zeugen. Zur Identität des mutmaßlichen Opfers schweigen die Behörden. Nach dem historischen Wahldebakel sucht die SPD Baden-Württemberg per Mitgliederbefragung eine neue Spitze. Wer sich bisher zur Wahl stellt und wie der Zeitplan aussieht. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.schulen-in-initiative-schlaegt-flurbereinigung-fuer-weiterfuehrende-schulen-vor.b5e5f456-1d9e-4965-8e60-86aa313d707e.html sdDatePublished: 2026-04-20T05:14:00Z Topics: education policy, school Locations: Stuttgart, Calw, Ulm, Germany, Heilbronn, Reutlingen, Tübingen, Baden-Württemberg, Ludwigsburg