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title: "Nightliner-Linien 900N und 901N in Osttirol fahren ab Mai nur noch bis 0.30 Uhr; Grund: wiederholte gewaltsame Vorfälle, Sachschäden nach Mitternacht; Nachtangebot soll später erneut geprüft werden."
sdDatePublished: "2026-04-21T11:04:00Z"
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Nightliner-Linien 900N und 901N in Osttirol fahren ab Mai nur noch bis 0.30 Uhr; Grund: wiederholte gewaltsame Vorfälle, Sachschäden nach Mitternacht; Nachtangebot soll später erneut geprüft werden.

Nightliner fahren nur noch bis Mitternacht - tirol.ORF.at

21.04.2026 12.13 Online seit heute, 12.13 Uhr

Nightliner fahren nur noch bis Mitternacht

Zwei Nightliner-Linien des VVT werden ab 1. Mai nur noch bis 0.30 Uhr unterwegs sein, und nicht mehr wie bisher bis 4.00 Uhr bzw. 4.30 Uhr. Das gab der Verkehrverbund Tirol am Dienstag bekannt. Grund ist das „anhaltend unangemessene Verhalten einzelner Fahrgäste gegenüber anderen Fahrgästen sowie dem Fahrpersonal“.

Die beiden Osttiroler Nachtlinien 900N und 901N verkehren an Freitagen, Samstagen sowie vor Feiertagen in den Abend- und Nachtstunden. Die Busse sind zwischen Lienz und Matrei bzw. zwischen Sillian über Lienz nach Nikolsdorf unterwegs. Ab 1. Mai ist für die Fahrer ab 0.30 Uhr Schluss.

Es sei, so der Verkehrsverbund Tirol (VVT), wiederholt zu Vorfällen mit Personen gekommen, die nach übermäßigem Alkoholkonsum im Nightliner „massive Verschmutzungen und Schäden an den Bussen verursachten. Dadurch wurden andere Fahrgäste und Buslenkerinnen und -lenker gefährdet, zudem entstanden Sachschäden an den Fahrzeugen“, argumentierte der VVT in einer Aussendung.

Vorfälle dieser Art ereigneten sich auf beiden Linien regelmäßig nach Mitternacht. Nach einer Beobachtungsphase von über zwei Jahren entschied sich der VVT in enger Abstimmung mit der Region, die Linien nach Mitternacht vorerst einzustellen.

Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ) zeigte Verständnis für die Reaktion des Verkehrsverbunds: "Die Ausschreitungen gingen sogar so weit, dass eine Scheibe im Bus zerschlagen wurde. So etwas darf einfach nicht passieren. Wir mussten zum Schutz anderer Fahrgäste und der Buslenker- und lenkerinnen handeln und die Konsequenzen ziehen.“

VVT-Geschäftsführer Alexander Jug bedauerte die Entwicklung, stellte aber zugleich eine Wiederherstellung des alten Zustands in Aussicht: "Diese Einstellung passiert vorerst temporär. Nach einer Cool down-Phase wird die Situation nochmals gemeinsam mit der Region evaluiert und neu bewertet. Der Bedarf an einem öffentlichen Nachtangebot besteht weiterhin – umso bedauerlicher ist es, dass nun auch jene Fahrgäste die Folgen tragen, die sich korrekt verhalten.“ Das letzte Wort in der Sache ist also noch nicht gesprochen.