Bayern will Kooperation von Wasserkraft und Fischerei intensivieren; Energieminister Aiwanger und Umweltministerium betonen Kompromissfindung, ganzheitlichen Ansatz; Uniper als Beteiligter; Ziel: Flussgestaltung, Fischschutz, nachhaltige Energieerzeugung.
Bayerns Energieminister im Austausch mit Kraftwerksbetreibern und Fischerei – Bayerisches Landesportal
MÜNCHEN Die Zusammenarbeit von Wasserkraft und Fischerei in Bayern soll künftig noch gezielter optimiert werden, so Energieminister Hubert Aiwanger nach einem Gespräch mit Vertretern aus der bayerischen Fischerei, dem Kraftwerksbetreiber Uniper sowie dem Bayerischen Umweltministerium und der Wasserwirtschaft in München.
Aiwanger: „Wasserkraft und Fischerei in Einklang zu bringen, ist eine Herausforderung, der wir uns stellen. Dazu müssen alle Beteiligten an einen Tisch und gute Kompromisse erarbeiten. Die Wasserkraft ist unverzichtbar für Bayerns Energieversorgung und hat in der Vergangenheit schon viel in Ökologie und Fischschutz investiert. Oft haben auch kleine Maßnahmen große Wirkung und kosten gar nicht so viel. Es geht also nicht um Grundsatzentscheidungen, sondern darum, wie mit schnellen günstigeren Maßnahmen viel erreicht werden kann. Mir war und ist wichtig, Praktiker mit Sachverstand zusammenzubringen und gemeinsam einen Weg zu finden, wie wir hier ans Ziel kommen. Um die Lebensräume von Fischen im Umfeld von Wasserkraftanlagen zu erhalten und zu verbessern, können oft schon kleinere Maßnahmen, die nicht immer gleich Millionen kosten müssen, bei der Flussgestaltung Großes bewirken: Hilfen für Fischbrutplätze, Ufergestaltung, Altwasserentschlammung und vieles mehr. Viele sinnvolle Maßnahmen sind noch denkbar, wenn die Zusammenarbeit aller Beteiligten weiter optimiert wird. Ich danke allen Beteiligten für den offenen Dialog. Daran werden wir anknüpfen.“
Im Gespräch wurde deutlich, dass die Interessen von Stromerzeugung und Fischerei kein grundsätzlicher Widerspruch sind. Vielmehr sehen sich beide Seiten als Partner, die gemeinsam und mit Weitblick viel zum Schutz der Fischpopulation beitragen können. Der größte Gewinn, da waren sich alle einig, könne erreicht werden, wenn statt einer punktuellen Betrachtung rund um einen Kraftwerksstandort der Lebensraum Fließgewässer im Gesamtzusammenhang betrachtet wird. Aiwanger kündigte an, bei der Fortsetzung des Dialogs auch weitere Akteure mit ins Boot zu holen. „Unser Ziel ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die eine zukunftsfähige Ausgestaltung bayerischer Wasserkraftanlagen zulassen und gleichzeitig den Lebensraum für Fische erhalten oder verbessern.“
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber unterstützt diesen Ansatz: „Wasserkraft ist in Bayern eine zentrale Säule der Energieversorgung. Die Wasserkraft ist als grundlastfähige Energie im Energiemix der Zukunft unverzichtbar. Bayern setzt auf eine naturverträgliche Wasserkraft. Unser Ziel ist ein ganzheitlicher Ansatz bei der Wasserkraftnutzung, der Hochwasserschutz, Naturschutz und nachhaltige Energieversorgung verbindet. Wichtig ist dazu ein offener Austausch zwischen allen Beteiligten.“
Rund 22 Prozent der Stromerzeugung in Bayern (ca. 13,2 Mrd.kWh) stammen aus Wasserkraft, etwa 60 Prozent des deutschen Wasserkraftstroms werden im Freistaat erzeugt. Uniper betreibt bundesweit rund 110 Anlagen mit einer Leistung von etwa 2 Gigawatt und einer Jahreserzeugung von rund 5 Milliarden Kilowattstunden – der Großteil in Bayern.
Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers
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