Bundesweit dokumentierte 903 Diskriminierungsfälle gegen Sinti und Roma auf dem Wohnungsmarkt, ein Drittel der Betroffenen Kinder und Jugendliche. Forderung nach politischem Handeln, positives Beispiel Wohnprojekt 'Maro Temm' Kiel. schleswig-holstein.de - Der Ministerpräsident - Staatskanzlei und Bundesangelegenheiten - Faire Wohnchancen für Sinti und Roma Der Ministerpräsident - Staatskanzlei:Thema:Ministerien & Behörden StaatskanzleiÜbersichtOrganisation und AnsprechpartnerChef der Staatskanzlei, Minister und BevollmächtigteRegierungssprecherinAufgaben Chef der Staatskanzlei, Minister und Bevollmächtigte LandtagMitbestimmungLeitstelle Betriebliches Gesundheitsmanagement und SuchtpräventionLandesbeamtenausschussBroschüren der Staatskanzlei Leitstelle Betriebliches Gesundheitsmanagement und Suchtprävention Faire Wohnchancen für Sinti und Roma In Kiel hat Minderheitenbeauftragter Johannes Callsen mit Michael Brand, dem Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben von Sinti und Roma in Deutschland, über die Benachteiligung der Minderheit auf dem Wohnungsmarkt gesprochen. Sinti und Roma sind seit Jahrhunderten Teil der deutschen Gesellschaft – doch bis heute sind sie von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen. Das zeigt sich auch bei der Wohnungssuche: Der kürzlich veröffentlichte Bericht der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) dokumentiert bundesweit 903 Fälle von Diskriminierung im Bereich Wohnen. Betroffene berichteten beispielsweise, dass sie bei der Wohnungs- oder Haussuche häufig schon im Bewerbungsverfahren ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund hat sich Minderheitenbeauftragter Johannes Callsen mit dem Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben von Sinti und Roma in Deutschland, Michael Brand, über die Situation von Angehörigen der Volksgruppe auf dem Wohnungsmarkt ausgetauscht."Die Ergebnisse zeigen deutliche Benachteiligungen",sagte Minderheitenbeauftragter Johannes Callsen."Diese Diskriminierung setzt sich im Wohnumfeld fort."So komme es in vielen Fällen zu Ausgrenzung, Bedrohungen und unsicheren Wohnverhältnissen. Der Bundesbeauftragte gegen Antiziganismus betonte, wie wichtig der Zugang zu angemessenem Wohnraum sei. Deshalb sei die Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt nicht hinnehmbar und erfordere konsequentes politisches Handeln."Besonders betroffen macht, dass bei einem Drittel der gemeldeten Fälle sogar Kinder und Jugendliche betroffen sind", betonte Michael Brand."Diskriminierung hier hat häufig auch langfristig Auswirkungen auf Bildungschancen und den weiteren Lebensweg."Callsen verwies hierbei auf die besondere Verantwortung von Politik und Verwaltung."Ziel muss es sein, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen und bestehende Benachteiligungen abzubauen." Ein positives Beispiel ist das Wohnprojekt "Maro Temm" in Kiel. Es bietet Sinti-Familien einen sicheren und gemeinschaftlichen Wohnraum. 2005 haben Bewohnerinnen und Bewohnern, Verbände, Politik und Wohnungswirtschaft die Siedlung in enger Zusammenarbeit entwickelt."Das Projekt zeigt, dass inklusive und partizipative Ansätze erfolgreich sein können", sagte Callsen."Dennoch reichen einzelne Projekte nicht aus."So gebe es die im Bericht beschriebenen Probleme bundesweit weiterhin. Verbesserungen beim Diskriminierungsschutz und beim Zugang zu bezahlbarem Wohnraum seien somit wichtig und notwendig."Die Bund-Länder-Kommission gegen Antiziganismus wird sich mit diesem Thema befassen. Dabei werden wir natürlich auch die hier besonders wichtigen kommunalen Akteure einbeziehen",versicherte Brand. Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) ist eine zivilgesellschaftliche Einrichtung, die Antiziganismus in Deutschland dokumentiert. Sie engagiert sich gegen Diskriminierung und für die gesellschaftliche Teilhabe von Sinti und Roma. Zum Webauftritt der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Rolf Schlotter (l.), Verband deutscher Sinti und Roma, informierte Michael Brand (M.) und Johannes Callsen (r.) über die Situation der Minderheit auf dem Wohnungsmarkt. Diese Diskriminierung setzt sich im Wohnumfeld fort." Besonders betroffen macht, dass bei einem Drittel der gemeldeten Fälle sogar Kinder und Jugendliche betroffen sind" Diskriminierung hier hat häufig auch langfristig Auswirkungen auf Bildungschancen und den weiteren Lebensweg." Ziel muss es sein, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen und bestehende Benachteiligungen abzubauen." Das Projekt zeigt, dass inklusive und partizipative Ansätze erfolgreich sein können" Dennoch reichen einzelne Projekte nicht aus." Hinweis zur Verwendung von Cookies Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. 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