IC-Züge auf Gäubahn halten künftig nicht mehr in Herrenberg, Gäufelden, Bondorf; Regionalzüge fahren häufiger, IC stoppt neu stündlich in Sulz und Oberndorf; Umsteigen für Südanbindung nötig; Änderungen auch bei S-Bahn.
Gäubahn: IC-Zug hält nicht mehr in Herrenberg, Gäufelden und Bondorf - Landkreis Böblingen
GäubahnIC-Zug hält nicht mehr in Herrenberg, Gäufelden und Bondorf
Stattdessen soll der Regionalzug häufiger fahren. Die Bahn will dadurch pünktlicher werden. Kommen soll die Umstellung mit dem Fahrplanwechsel im Dezember.
Der IC auf derGäubahnsoll künftig nicht mehr inBondorf,GäufeldenundHerrenberghalten. Dafür stündlich in Sulz und Oberndorf statt wie bisher nur alle zwei Stunden. Das sieht ein Gäubahnkonzept vor, an dem die DB Fernverkehr zusammen mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg arbeitet.
Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember ist laut einer Bahnsprecherin geplant, dass der IC ohne Stopp zwischen Böblingen und Horb fährt. Die Deutsche Bahn hofft, auf diese Weise pünktlicher zu werden. DieGäubahn hat auf der teilseinspurigen Strecke immer wieder mit hohen Verspätungen zu kämpfen.
Doch der Wegfall der Halte ist nicht alles. Damit es die Stationen im Gäu nicht zu hart trifft, soll der MEX Stuttgart-Böblingen-Gäu (ehemals RE 14) sowie der Pendelzug Herrenberg-Bondorf im neuen Fahrplan auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten stündlich statt bisher zweistündlich fahren.
Nur mit Umsteigen in den Süden
Damit bleibt die Anzahl der Direktverbindungen von und nach Stuttgart laut der Sprecherin „nahezu gleich“. Allerdings wird von Herrenberg, Gäufelden und Bondorf aus die Anbindung in den Süden unattraktiver. Wenn der IC dort nicht mehr hält, müssen Fahrgäste in Richtung Singen in Horb umsteigen. Die Bahn verspricht in Horb „zeitnahen Anschluss“ auf die IC-Züge nach Singen.
Eine Alternative könnte sein, früh aufzustehen. „Am Tagesrand sind zudem auch noch einzelne IC-Halte für Herrenberg, Gäufelden und Bondorf vorgesehen“, teilt die Sprecherin mit.
Zusammengefasst sieht das neue IC-Konzept so aus:
Umsteigefrei von Stuttgart nach Rottweil und umgekehrt fährt nur noch der IC – der aber kaum noch im Gäu hält
Nur noch am frühen Morgen und späten Abend sind Halte in Herrenberg, Gäufelden und Bondorf vorgesehen
Die IC-Züge fahren im Stundentakt
Die IC-Züge bedienen neu stündlich statt wie bisher zweistündlich die Halte Sulz und Oberndorf
Das neue Konzept soll Entlastung bringen, weil dann zwischen Rottweil und Stuttgart laut Sprecherin weniger Züge auf der Strecke unterwegs sind. Das gelinge, weil mit dem neuen stündlichen Halt des IC in Sulz und Oberdorf der RE Stuttgart-Rottweil entfällt. Er bedient bislang die beiden Bahnhöfe, wenn der IC daran vorbeifährt.
Die geplanten Veränderungen wirken sich zudem auf die S-Bahn aus. Die Express-S-Bahnen, die aktuell ohne Halt zwischen Herrenberg und Böblingen fahren, können dann wieder an allen Stationen dazwischen halten, teilt die Bahnsprecherin mit. Bisher ist die schnellere Fahrt zu bestimmten Zeiten noch notwendig, weil direkt auf die S-Bahn ein IC folgt und die Strecke frei sein muss. Das ändert sich mit dem Fahrplanwechsel im Dezember.
Große Einschränkungen befürchtetBöblingen unter Druck durch Pfaffensteigtunnel
Die Deutsche Bahn tüftelt seit einiger Zeit daran, den IC auf der Gäubahn pünktlicher zu machen – bisher vor allem, um rechtzeitig in der Schweiz zu sein. Der IC, in dem bis Singen auch Nahverkehrstickets gelten, verbindet Stuttgart mit Zürich.
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Doch bereits seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 endet jeder zweite Zug in Singen und Fahrgäste nach Zürich müssen auf einen anderen Zug umsteigen, der sie weiter in die Schweiz bringt. Von Zürich in Richtung Stuttgart fahren die IC-Züge weiterhin im Stundentakt. Dank der getroffenen Maßnahmen hätte die Pünktlichkeit bereits gesteigert werden können, so die Sprecherin. Deshalb soll sie vorerst beibehalten werden.
Läuft alles nach Plan, will die Deutsche Bahn im Jahr 2026 mit dem Bau des Pfaffensteigtunnels zwischen Flughafen und Böblingen beginnen. Das hat Folgen für Böblingen.
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat Klagen gegen die geplante Unterbrechung der Gäubahn im Zuge von Stuttgart 21 abgewiesen.
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