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title: "Opposition im Tiroler Landtag fordert Aktionsplan für Jugendliche wegen Drogenproblemen, fehlender psychosozialer Betreuung, Einsparungen bei Jugendeinrichtungen; will mehr Geld, Prävention, Mitsprache und neue Anträge einbringen."
sdDatePublished: "2026-04-23T12:07:00Z"
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Opposition im Tiroler Landtag fordert Aktionsplan für Jugendliche wegen Drogenproblemen, fehlender psychosozialer Betreuung, Einsparungen bei Jugendeinrichtungen; will mehr Geld, Prävention, Mitsprache und neue Anträge einbringen.

Opposition fordert mehr Angebote für Jugend - tirol.ORF.at

23.04.2026 13.21 Online seit heute, 13.21 Uhr

Opposition fordert mehr Angebote für Jugend

In einer Zeit der Krisen, in der viele Kinder und Jugendliche unter Druck stehen, fordert die vereinte Opposition im Landtag heute einen Aktionsplan von der Landesregierung: Sie pochen auf mehr Unterstützung, psychosoziale Hilfsangebote und Entfaltungsräume für junge Menschen.

Die Fakten würden auf dem Tisch liegen, betonten sie. Die schwarz-rote Landesregierung würde aber zu langsam oder gar nicht auf Probleme, Hilferufe und Wünsche von Kinder und Jugendlichen eingehen. Das ist der einhellige Tenor der Tiroler Oppositionsparteien heute. Freiheitliche, Liste Fritz, Grüne und NEOS wollen diesbezüglich im nächsten Landtag gemeinsam einen Dringlichkeitsantrag einbringen.

Von der Drogenproblematik mit zuletzt einigen Todesfällen von Jugendlichen in Tirol über fehlende Betreuungsplätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie bis hin zum Einfrieren der Förderungen oder gar Einsparungen bei Jugendeinrichtungen – für die grüne Landtagsabgeordnete Zeliha Arslan besteht viel Handlungsbedarf: „Das, was man glaubt, jetzt im Budget einzusparen, wird um ein Vielfaches in anderen Bereichen wieder kommen. Das betrifft den Gesundheitsbereich, den Sozialbereich aber auch die Sicherheitspolitik“, zeigte sie sich überzeugt.

Es fehle bei der Prävention, so Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste Fritz. Sie sah aber auch einen eklatanten Mangel bei Akutplätzen zur psychosozialen Betreuung. So seien etwa im vergangenen Herbst 100 Jugendliche auf Wartelisten gewesen: „Es geht hier noch gar nicht um stationäre Plätze, von denen es nur halb so viele gibt, wie wir brauchen würden. Es fehlen aber auch präventive und tagesklinische Angebote“, betonte sie.

Man müsse die jungen Menschen in ihrer Lebenswelt und ihren Bedürfnissen Ernst nehmen – und ihnen dabei mehr selbst zuhören, forderte Susanna Riedelsperger von den NEOS von der Landesregierung: „Es geht etwa um konsumfreie Treffpunkte und Freizeitangebote, die wir brauchen. Diese entstehen nicht in Sitzungszimmern, wenn über Jugendliche gesprochen wird, sondern man muss die Jugendlichen mitnehmen und miteinbeziehen“, erklärte sie.

Opposition: Mehr Geld für Kinder und Jugendliche

ÖVP und SPÖ würden nicht nur in diesen Fragen Oppositionsanliegen und Forderungen meist vom Tisch wischen, kritisierte Daniel Marschick von den Freiheitlichen: „Alle Oppositionsparteien bringen speziell für Kinder und Jugendliche immer wieder sinnvolle Anträge ein, die aber entweder abgelehnt oder bis zur Unkenntlichkeit abgeändert werden“, schilderte er.

Einig sind sich die vier Oppositionsparteien, dass man für Kinder und Jugendliche mehr Geld in die Hand nehmen müsse – in Zeit der knappen öffentlichen Kassen sei das eben eine Frage der richtigen Prioritäten-Setzung durch die schwarz-rote Landesregierung.