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title: "Abschussverordnung für Risikowolf in Innsbruck-Land erlassen; Wolf mehrfach nahe Gschnitz gesichtet; neue Jagdgesetznovelle erleichtert Abschuss; Tierschutz Austria nennt Abschüsse weiterhin rechtswidrig; Jägerschaft informiert."
sdDatePublished: "2026-04-23T15:10:00Z"
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Abschussverordnung für Risikowolf in Innsbruck-Land erlassen; Wolf mehrfach nahe Gschnitz gesichtet; neue Jagdgesetznovelle erleichtert Abschuss; Tierschutz Austria nennt Abschüsse weiterhin rechtswidrig; Jägerschaft informiert.

Wolf in Innsbruck-Land soll geschossen werden - tirol.ORF.at

23.04.2026 16.23 Online seit heute, 16.23 Uhr

Wolf in Innsbruck-Land soll geschossen werden

Die Tiroler Landesregierung hat am Donnerstag die Abschussverordnung für einen Risikowolf im Bezirk Innsbruck Land erlassen. Er war offenbar im Gemeindegebiet von Gschnitz nahe von Häusern gesichtet worden.

Die Verordnung ist mit der Kundmachung, heute, Donnerstag, in Kraft getreten und gilt bis zum Ablauf des 17. Juni 2026. Die betroffene Jägerschaft wurde bereits informiert.

Der Wolf war in den vergangenen Tagen offenbar wiederholt im Gemeindegebiet von Gschnitz in unmittelbarer Nähe zu Gebäuden nachgewiesen worden, sowohl durch Sichtungsmeldungen als auch durch Videomaterial.

Erst im Februar hat der Tiroler Landtag mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der Grünen die Novelle des Jagdgesetzes beschlossen, das künftig Abschüsse von Wölfen oder anderen Beutegreifern erleichtern soll. Damit ist nicht mehr zwingend eine Verordnung für einen Abschuss notwendig – mehr dazu inNeues Jagdgesetz im Landtag beschlossen.

Der Verein Tierschutz Austria untermauerte Ende März mit einem Gutachten wiederum seinen Rechtsstandpunkt, dass Abschüsse von Wölfen in der aktuellen Form rechtswidrig seien. Trotz Herabstufung des Schutzstatus auf EU-Ebene, bleibe der Wolf eine geschützte Art, argumentiert der Verein – mehr dazu inGutachten: Wolfsabschüsse rechtswidrig.