Stadt Stuttgart kürzt Zuschüsse für private Energiewende, Pelletheizungen und Balkonkraftwerke künftig ausgeschlossen, weniger Budget, Software-Probleme verzögern Auszahlungen, Wärmepumpen- und Solar-Förderung angepasst, Interesse an Luft-Luft-Wärmepumpen steigt.
Förderung in Stuttgart: Wärmepumpe bis Solar – Mit welchem Zuschuss Stuttgarter ab Mai rechnen können - Stuttgart
Förderung in StuttgartWärmepumpe bis Solar – Mit welchem Zuschuss Stuttgarter ab Mai rechnen können
In Stuttgart gibt es nach wie vor eine Zusatzförderung, wenn man in die private Energiewende investiert. Angesichts der schlechten Haushaltslage wurde aber sortiert und priorisiert.
Die gute Nachricht für Stuttgarter Eigenheimbesitzer, die energetisch sanieren wollen:die Zusatzförderung durch die Stadtbleibt bestehen, neben den Bundeszuschüssen kann man auch bei der Kommune weiterhinFörderungbeantragen. Die schlechtere Nachricht: Es gibt ab Mai insgesamt etwas weniger, weildas Budget der Stadt bekanntlich geschrumpft ist. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Veränderungen.
Insgesamt stehen im StuttgarterHaushalt20 Prozent weniger an Budget zur Verfügung, um die private Energiewende zu fördern. Deshalb hat die Stadt bei den vorhandenen Zuschüssen aussortiert und verschlankt. Es ist wohl davon auszugehen, dass die Förderung der Stadt – die es zusätzlich zum Bundeszuschuss gibt – über die nächsten Jahre langsam abschmelzen wird.
Die Stadt kommuniziert, dass die Förderhöhe absehbar nicht besser wird, im Gegenteil. Andere Städte hätten die Zuschüsse ganz gestrichen, sagte der Bürgermeister Peter Pätzold im Ausschuss für Klima und Umwelt am 21. April. „Leider muss man sagen: Die Energiekrise ist das beste Förderprogramm.“
Keine Pelletheizungen und Öltanks mehr
Keinen Zuschuss gibt es mehr, wenn man einen alten Öltank ausbaut und entsorgen muss. Was die Stadt laut Andreas Neft, dem Leiter des Amts für Umweltschutz, gern drin gehabt hätte: dass Pellet-Heizungen weiter gefördert werden. Laut Stadt waren es im Zeitraum von 1. Oktober 2025 bis 15. Februar 2026 lediglich drei Stück.
Förderprogramm in StuttgartNeue Heizung: Stuttgarter warten lange auf städtischen Zuschuss
An dieser Stelle folgte die Mehrheit allerdings einem Antrag von SPD
Volt. Pelletheizungen gelten zwar als klimafreundlicher als Gas oder Öl, allerdings gewinnt der Wald als CO2-Senke an Bedeutung. Sie werden in Stuttgart ab sofort nicht mehr gefördert.
Volt gegangen, würde die Stadt Stuttgart Balkonkraftwerke weiterhin fördern. Weil der Preis für die Steckersolargeräte inzwischen stark gefallen sind, hat sich die Mehrheit des Gemeinderats allerdings bereits Ende 2025 entschieden, den Kauf von Balkonkraftwerken nicht weiter finanziell zu unterstützen. Nach Aussage der Stadt machen Balkonkraftwerke vier Prozent der Leistung aus, die installiert wurde.
Bei der Dach-Photovoltaik und den Speichernsinkt das Fördervolumen insgesamt.
Die Förderung für Wärmepumpen wird am Mai 2026 anders bemessen. Es gibt dann 300 Euro pro Kilowatt Leistung des Geräts. Bisher schoss die Stadt 15 Prozent der Investitionskosten zu. An dieser Stelle will die Stadt schon im Vorfeld verhindern, dass Rechnungen „frisiert“ werden könnten. Wer sich an die Fernwärme anschließen will, kann einen städtischen Zuschuss für die Übergabestation in Höhe von 100 Euro pro Kilowatt Leistung beantragen.
Bei Solaranlagen ist geplant, künftig einmalig 30 Cent pro jährlichem Kollektorertrag zuzuschießen, multipliziert mit der Anzahl der Kollektoren. Die Förderung beträgt in Euro 30 Prozent eines Jahresertrags und etwas weniger als bisher.
Wo Stuttgart beim Ausbau der Erneuerbaren steht
Die Anträge für Förderung bei Wärmepumpen habe sich von 2024 auf 2025 verdoppelt, sagte Jürgen Görres im Ausschuss für Klima und Umwelt. Seit Oktober 2025 fördere die Stadt auch Luft-Luft-Wärmepumpen, „da ist Interesse da“, so Görres. Beim Ausbau der Solarenergie habe Stuttgart 2025 den Zielpfad sogar übertroffen.
Probleme bei Auszahlung der Förderung
Unabhängig von den Änderungen bei den Förderungen gibt es aktuell nochProbleme, Anträge auf Auszahlung zu stellen. Seit Monaten ist dies Stuttgarter Bürgern nicht möglich. Der Grund sind laut Stadt Stuttgart Software-Probleme, die in Folge einer Umstellung aufgetreten seien. Wenn diese behoben sind, soll die Antragsstellung insgesamt einfacher sein, so die Stadt.
Die Stadt hat ihr Heizungsförderprogramm überarbeitet, seither hakt es an der Software. Seit Monaten können keine Auszahlungsanträge gestellt werden.
Wärmepumpe bis Solar – Mit welchem Zuschuss Stuttgarter ab Mai rechnen können
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