Verkehrsminister testen erstmals Magnetschwebebahn Transport System Bögl in Oberpfalz; VMK fordert Bund zu Förderprogrammen auf; Einsatz im Nahverkehr in Bayern/Nürnberg erwogen; Technologie als nachhaltige Mobilität; Teststrecke seit 2012.

Verkehrsminister fahren mit Magnetschwebebahn – Bayerisches Landesportal

Gemeinsame Fahrt mit Transport System Bögl in der Oberpfalz

Verkehrsministerkonferenz fordert Fördermöglichkeiten für Magnetschwebebahnen durch Bund

Im Koalitionsvertrag des Bundes ist sie als innovativer Ansatz im öffentlichen Personennahverkehr genannt und auch bei der Verkehrsministerkonferenz (VMK) Ende März in Lindau war sie Thema: die Magnetschwebebahn. Sie könnte bald ein weiterer Baustein nachhaltiger und kostengünstiger Mobilität in Bayern und Deutschland sein. Im öffentlichen Verkehr ist bislang keine Magnetschwebebahn im Einsatz, aber auf einer Teststrecke in der Oberpfalz kann man die Technologie im von der Firmengruppe Max Bögl entwickelten Transport System Bögl (TSB) bereits sehen und auch erleben. Heute haben auf Einladung von Bayerns Verkehrsminister ChristianBernreiter, der auch Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz ist, Mitglieder der VMK die Teststrecke in der Oberpfalz besucht und sich selbst ein Bild von dem System gemacht.

Bernreiter zeigte sich nach der Fahrt mit dem TSB begeistert: „Das System ist leise, effizient und emissionsfrei. Magnetschwebebahnen zählen für mich zur Mobilität der Zukunft. Bei unserer Frühjahrstagung in Lindau hat die Verkehrsministerkonferenz den Bund daher aufgefordert, Magnetschwebebahnen als innovativen Ansatz schnell in den Fördertatbestand des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes aufzunehmen. Ich kann mir eine Magnetschwebebahn im Nahverkehr in Bayern sehr gut vorstellen. In Nürnberg gibt es bereits Überlegungen dazu.“

Baden-Württembergs Verkehrsminister WinfriedHermannwar ebenfalls in die Oberpfalz gekommen: „Wir fördern in Baden-Württemberg innovative Technologien und Ansätze, wenn sie eine bessere Lösung für den öffentlichen Personennahverkehr ermöglichen. Wo zum Beispiel eine Stadtbahn oder Eisenbahn aus Flächen- und Naturschutzgründen nicht gut funktioniert, kann eine Seilbahn oder eine Schwebebahn eine gute Alternative sein. Voraussetzung ist, dass sie kostengünstig ist und sich gut in das ÖPNV-Netz einbinden lässt.“

Berlins Verkehrssenatorin UteBondesagte: ‚‚Neben den notwendigen massiven Investitionen in das Bestandsnetz, gilt es auch zwingend Investitionen in innovative Mobilitätsangebote vorzunehmen. Nur wenn wir offen für Innovationen sind, stärken wir langfristig den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dazu gehört auch, innovative Mobilitätsangebote im Rahmen der Bundesförderung den bisherigen Verkehrssystemen gleichzustellen.“

Thüringens Infrastrukturstaatssekretär Dr. TobiasKnoblichergänzte: „Die Magnetschwebebahn zeigt, was technologisch möglich ist: extrem schnell, leise und effizient. Eine flächendeckende Umsetzung ist aktuell noch Zukunftsmusik, aber Modellprojekte könnten uns wichtige Erfahrungen für die Zukunft liefern.“

StefanBögl, Vorstandsvorsitzender der Firmengruppe Max Bögl, sagte: „Wir freuen uns sehr über den Besuch der Mitglieder der Verkehrsministerkonferenz und das große Interesse an unseren innovativen Lösungen im Infrastrukturbau. Eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre wird der schnelle und zugleich effiziente Aus- und Neubau der Verkehrsinfrastruktur sein. Mit unseren industriell vorgefertigten Mobilitätslösungen sind wir dafür bestens aufgestellt.“

Die Firmengruppe Max Bögl hat das Transport System Bögl für den Personennahverkehr entwickelt. Das Elektromagnetische Schwebesystem fährt fahrerlos. Pro Fahrzeugteil können laut Herstellerangaben bei einer Geschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde bis zu 127 Personen transportiert werden. In Sengenthal ist das System auf der unternehmenseigenen inzwischen 860 Meter langen Teststrecke seit 2012 im Einsatz.

Bilder (Quelle: StMB) finden Sie im Laufe des Tages unter folgendem Link:https:

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