20 spezielle Freizeitexpress-Züge mit Fahrradmitnahme und nostalgischen Wagen verbinden im Sommer Metropolen wie Stuttgart mit Erholungsregionen wie Bodensee, Schwäbische Alb, Oberschwaben; Engagement von Bürgern erhält Bahnstrecken.
Freizeit-Züge in Baden-Württemberg: Bodensee, Alb oder Oberschwaben – reizvolle Bahnstrecken ab Stuttgart - Stuttgart
Freizeit-Züge in Baden-WürttembergBodensee, Alb oder Oberschwaben – reizvolle Bahnstrecken ab Stuttgart
20 Freizeitexpress-Linien verkehren nun über den Sommer hinweg in Baden-Württemberg. Sie kann man mit Nahverkehrstickets nutzen. Welche sind von Stuttgart aus besonders reizvoll?
Nun beginnt wieder die Saison für Bahnfreaks, Fahrrad- und Wanderfans inBaden-Württemberg. „Freizeitexpress“ heißen 20 spezielle Zugverbindungen im Südwesten, die sich auf Feiertage, Wochenenden und Ferienzeiten konzentrieren. Die meisten Züge fahren zwischen Anfang Mai und Mitte Oktober, einige früher. Überall kann man Fahrräder kostenlos mitnehmen, teilweise in separaten Waggons. Diese Züge sind eine Alternative zu regulären Nahverkehrszügen, die am Wochenende beim Fahrradtransport oft überlastet sind.
Die Freizeitexpress-Züge bieten Direktverbindungen aus Metropolen in Freizeitgebiete und erschließen Nebenstrecken, auf denen sie oft das einzige Bahnangebot im Jahr sind – reizvoll für Bahnfans. Es gelten die normalen Nahverkehrsfahrkarten wie das Deutschlandticket. Für Eilige sind die Züge trotz des Titels „Express“ nicht gedacht: Die Fahrzeiten sind teils deutlich länger als bei regulären Zügen. Die Züge stehen in der normalen Online-Fahrplanauskunft. Fahrplantabellen kann man auf der Übersichtsseite im Internet bei jedem vorgestellten Zug anklicken:www.bwegt.de
Direktzüge von Stuttgart – drei Mal Richtung Bodensee
Stuttgart Hauptbahnhof ist Startpunkt von gleich drei Freizeitexpress-Zügen Richtung Bodensee.Zwei von ihnenfahren über Singen nach Konstanz. Einer ist ein normaler Nahverkehrstriebwagen („Bodensee“), der andere ein Zug mit nostalgischen Silberling-Nahverkehrswagen („Bodensee II“) und eigenem Fahrradwaggon mit 60 Stellplätzen. Zug drei („Südbahn“) fährt mit Silberlingen und Fahrradwagen über Ulm und Friedrichshafen zum See.
Der Express „Bodensee“ fährt ganzjährig samstags und sonntags um 6.45 von Stuttgart ab. Der Zug „Bodensee II“ verkehrt ab April an Sonn- und Feiertagen bis zum 1. November. Dieser Zug startet um 7.57 Uhr. Beide Züge brauchen drei Stunden bis Konstanz.
Zug Nummer dreinamens „Südbahn“ startet erst am 13. Juni – und da in Stuttgart schon um 5.44 Uhr, weil er Richtung Ulm einen weiten Schlenker über Aalen und Heidenheim macht. Friedrichshafen erreicht er von Stuttgart aus deshalb erst nach dreieinhalb Stunden. Von dort sollte also schon die Fahrt in den nostalgischen Wagen auch das Ziel sein.
Die offiziell als „Betriebsfahrt mit Passagieren“ geltende Verbindung ab Stuttgart steht wegen des Umwegs nicht in der Online-Fahrplanauskunft, sondern nurauf der Website des Betreibers SVG.Der DB Navigator und dieOnline-Fahrplanauskunft der Landesmarke Bwegtführen die Verbindung ab Stuttgart lediglich als schnelle, frühe Nonstopverbindung nach Aalen auf – aber man kann dort zur Weiterfahrt sitzenbleiben. In den Sommerferien verkehrt der Freizeitexpress von Stuttgart um 8.06 Uhr direkt über Geislingen und Ulm nach Lindau und ist so schon in zweieinhalb Stunden am See. Die Rückfahrten aller drei Freizeitexpress-Linien zum Bodensee sind am späten Nachmittag zwischen 16 und 17.15 Uhr.
Direkt von Stuttgart aus fährt auch der „Kloster-Flitzer“ über Bietigheim-Bissingen und Mühlacker auf die sonst nicht befahrene Strecke Maulbronn West nach Maulbronn Stadt
Kloster. Der nostalgische Schienenbus heißt passenderweise „Roter Flitzer“. Er verkehrt nur sonntags in den Sommerferien vom 26. Juli bis 13. September.
Ein anderer Direktzug,der „Enztäler“,fährt zwischen dem 1. Mai und 18. Oktober von Stuttgart über Ludwigsburg und Pforzheim nach Bad Wildbad in den Nordschwarzwald.
Schwäbische Alb – selten befahrene Nebenstrecken
Vier Linien erschließen selten befahrene Nebenstrecken auf der Schwäbischen Alb:Amstetten-Gerstetten,Münsingen-Engstingen,Balingen-SchömbergundEyach-Hechingen.
Die Züge verkehren an Sonn- und Feiertagen zwischen 1.
- Mai und 18. Oktober. Gemeinsam ist ihnen: Das langsame Bummeln auf selten befahrenen Nebenbahnen ist schon an sich ein Erlebnis.
Besonders nostalgisch wird es zwischen Amstetten und Gerstetten, wo an einigen Tagen Dampfzüge verkehren, die allerdings extra kosten. Ansonsten fährt hier ein rustikaler Dieseltriebwagen aus den achtziger Jahren – wie auch zwischen Münsingen und Engstingen.
Oberschwaben – Bahnen verdanken ihr Überleben örtlichem Einsatz
Neben dem Bummel-Fahrgefühl bieten einige Strecken in der oberschwäbischen und südbadischen Region weitere Besonderheiten: Die„Biberbahn“ zwischen Stockach und Mengenund die„Räuberbahn“ zwischen Aulendorf und Pfullendorfverdanken ihr Überleben örtlichem Engagement. Auf der Biberbahn haben Bürger selber Hand angelegt, um einen Bahnsteig zu errichten. Die Räuberbahn haben Anliegerkommunen gekauft. Hier haben Ehrenamtliche den Lokführerschein gemacht, um an einigen Tagen selbst die Dieseltriebwagen zu fahren. Durch eine Mitfahrt kann man dieses Engagement unterstützen.
Beide Bahnen fahren zur üblichen Freizeitexpress-Saisonzeit zwischen 1. Mai und 18. Oktober an Sonn- und Feiertagen. Die „Biberbahn“ verkehrt während der Sommerferien zusätzlich samstags. Bei der Anfahrt zur „Räuberbahn“ sollte man baubedingte Sperrungen von Anschlussstrecken im Zeitraum Mai bis Juli und Ende Oktober
Weitere Züge fahren auf der„Moorbahn“ Aulendorf-Bad Waldseeund imDonautal (Ulm-Sigmaringen-Tuttlingen)und an deroberen Donau (Sigmaringen-Tuttlingen-Blumberg).
ÜberblickDas gesamte Freizeitexpress-Angebot, das auch den Schwarzwald mit fünf Linien erschließt, findet sich auf der Webseite der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW):https:
LandkarteEinen Überblick aller Linien auf der Baden-Württemberg-Karte gibt es hier:https:
Bodensee, Alb oder Oberschwaben – reizvolle Bahnstrecken ab Stuttgart
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