Start grenzübergreifende Euregio-Jobbörse; erstmals gemeinsame Stellensuche für Tirol, Südtirol, Trentino; Vernetzung nationaler Jobportale; mehr Reichweite für Unternehmen, echter gemeinsamer Arbeitsmarkt laut AMS. Euregio startet grenzübergreifende Jobbörse - tirol.ORF.at 27.04.2026 13.11 Online seit heute, 13.11 Uhr Die drei Länder der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino haben am Montag eine neue „Euregio-Jobbörse“ ins Leben gerufen. Erstmals soll eine Stellensuche als grenzüberschreitendes Angebot möglich sein. Die technische Vernetzung wurde am Vormittag in Innsbruck vorgestellt. In Zukunft müssen für die beteiligten Länder nicht mehr drei verschiedene Jobportale besucht werden, hieß es am Montag bei der Pressekonferenz im Innsbrucker Landhaus. Stattdessen werden die einzelnen Plattformen „alle jobs“ (Österreich), „eJobBörse“ (Südtirol) und „Trentino Lavoro“ (Trentino) technisch vernetzt. Die Stellenausschreibungen können künftig nicht mehr nur im eigenen Land, sondern in der gesamten Europaregion durchsucht bzw. veröffentlicht werden. Konkret läuft die Stellensuche zwar weiterhin über die gewohnten Portale der einzelnen Länder. Die Jobs aus den zwei anderen Ländern werden aber zusätzlich automatisch abgebildet. Unternehmen können dabei ihre Ausschreibungen wie bisher öffentlich kundmachen. Durch die länderübergreifende Anzeige der verfügbaren Stellen können sie aber im gesamten Euregio-Raum deutlich mehr mögliche Interessenten erreichen. Für den Vorsitzenden des Arbeitsmarktservice Österreich (AMS), Johannes Kopf, ist die Initiative ein bedeutender Schritt. „Die Euregio wird so zu einem echten gemeinsamen Arbeitsmarkt“, sagte Kopf am Montag bei der Projektpräsentation. „Mit einem Klick rücken die Arbeitsmärkte in der Euregio näher zusammen.“ Initiative ging von Südtirol aus Auch für die politischen Vertreter der drei Länder, die bei der Vorstellung und Freischaltung im Innsbrucker Landhaus anwesend waren, ist die Aktion ein wichtiger Schritt für den gemeinsamen Arbeitsmarkt. „Mit der Euregio wollen wir erreichen, dass die Grenze zwischen Tirol, Südtirol und dem Trentino im Alltag und in den Köpfen der Menschen immer weniger eine Rolle spielt“, meinte Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP). Die Euregio-Jobbörse sei ein zentrales Ergebnis aus der Südtiroler Präsidentschaft, teilte Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher mit. Der grenzübergreifende Arbeitsmarkt werde dadurch für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen konkret erlebbar, freute sich Kompatscher. Auch Achille Spinelli, Landeshauptmannstellvertreter im Trentino, zeigte sich ebenfalls begeistert. „Gerade für Betriebe eröffnet die Plattform neue Möglichkeiten bei der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften über die Landesgrenzen hinweg und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft in der gemeinsamen Europaregion“, sagte Spinelli. --- Source: https://tirol.orf.at/stories/3351770/ sdDatePublished: 2026-04-27T12:48:00Z Topics: employment, labour market, regional development policy Locations: Innsbruck, Trento, Italy, Austria, Tyrol