Wiedereröffnung: Lutherische Kirche Saint-Martin in Montbéliard, gebaut von Württemberger, nach fünfjähriger Sanierung mit Unterstützung aus Württemberg eingeweiht; Symbol für deutsch-französische Partnerschaft, hohe staatliche Förderung trotz Laizismus.

Feierliche Wiedereröffnung: Mit Unterstützung aus Württemberg – Besondere Kirche in Frankreich saniert - Landkreis Ludwigsburg

Feierliche WiedereröffnungMit Unterstützung aus Württemberg – Besondere Kirche in Frankreich saniert

Eine traditionsreiche lutherische Kirche mit einer sehr engen Verbindung nach Deutschland ist am Wochenende feierlich wiedereröffnet worden. Was steckt dahinter? Ein Ortsbesuch.

„Das ist eine großartige Sache, auf diese Partnerschaft sind wir sehr stolz.“ Oberbürgermeister Matthias Knecht war aufgeräumter Stimmung. Gerade in Montbéliard angekommen, strebte der Ludwigsburger Schultes direkt ins Rathaus der französischen Partnerstadt. Kurz darauf erschien er mit seiner Amtskollegin, Marie-Noëlle Biguinet, der Bürgermeisterin der 25.000-Einwohner-Gemeinde rund 50 Kilometer südwestlich von Mulhouse, in derKircheSaint-Martin. Knecht war Ehrengast beim feierlichen Gottesdienst zur Wiedereröffnung dieses traditionsreichen lutherischen Gotteshauses.

Dieser „temple“, wie protestantische Kirchen auf Französisch heißen, steht für die jahrhundertelange Verbindung des Schwabenlandes mit dem früheren „Mömpelgard“: Unter diesem Namen gehörte es bis 1793 zum HerzogtumWürttemberg. Die Kirche Saint-Martin hat 1607 ein Württemberger gebaut: Heinrich Schickhardt aus Herrenberg. Das Gotteshaus aus hellem beigefarbenen Jurakalksteinen wirkt nach der fünfjährigen Renovierung innen licht und einladender als zuvor. Sowohl zur Feierstunde am Samstag wie auch zum fröhlichen Gottesdienst am Sonntag drängten sich jeweils mehr als 500 Gäste und Besucher.

Ludwigsburgund Montbéliard schlossen 1950 die erste deutsch-französische Städtepartnerschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Matthias Knecht nennt die Verbindung „sehr vital“: „Ein großer Erfolg, wir leben dieses Miteinander.“ Jedes Jahr gebe es mehrere Begegnungen. Gerade die deutsch-französischen Beziehungen seien wichtig für Europa, betonte der Oberbürgermeister. Er hofft, dass man diese Wertschätzung auch der jüngeren Generation vermitteln kann.

Bürgermeisterin Biguinet sagte in der Feierstunde, die wieder geöffnete Kirche sei „Ausdruck dessen, was unsere Region geprägt hat“. Touristisch gewinne die Stadt dank der Kirche Saint-Martin, die nun zusammen mit dem Schloss der Württemberger ein besonders historisches Ensemble bilde. Biguinet dankte für die große Unterstützung aus Ludwigsburg und sagte zur Partnerschaft: „Diese Geschichte wollen wir fortführen“, auch im Blick auf die wachsende Integration in Europa.

Insgesamt 4,59 Millionen Euro hat die Renovierung gekostet. Den größten Teil, mehr als 58 Prozent, steuerten staatliche Stellen bei – das Kulturministerium, Region und Departement, die Stadt Montbéliard. Ungewöhnlich, möchte man denken, angesichts der strikten Trennung von Kirche und Staat inFrankreich. Die Summe spiegelt die hohe Wertschätzung dieses kulturellen Kleinods weit über die Kirchen hinaus wider. Württemberg hat mit unterstützt. Aus Ludwigsburg kamen 25.000 Euro, die württembergische Landeskirche gab über die Jahre hinweg rund 153.000 Euro. Etliche tausend Euro spendeten deutsche Besucher, nicht zuletzt aus dem Dekanat Ludwigsburg.

Stein gewordener Beweis für vereintes Europa

Zu den kirchlichen Ehrengästen aus Deutschland zählte der württembergische Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, der in seinem Grußwort von einem „Meilenstein in unserer kirchlichen Partnerschaft“ sprach. Und auch Michael Werner, der evangelische Dekan von Ludwigsburg. Die Partnerschaft möchte er weiter pflegen. Was ihn bei den französischen Glaubensgenossen am meisten beeindruckt: „Das große Engagement, dabei ist das eine kleine Gemeinde.“ Die Klarheit in der Analyse. Und „auch ihre Zuversicht“.

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Die Stimmung der Feier-Tage war gelöst. Saint-Martin, so eine Kirchengemeinderätin, sei „ein Haus der Begegnung und Hoffnung“ sowie „eine wahrhaft europäische Kirche“: Ein Gotteshaus, gebaut von einem Deutschen auf französischem Boden, im Stil der italienischen Renaissance. Der Stein gewordene Beweis, dass Europa schon immer mehr war als nur ein Konglomerat eigensüchtiger Nationen.

Die Verbindung zwischen Ludwigsburg und Montbéliard ist die älteste deutsch-französische Städtepartnerschaft. Zum Jubiläum gab es mehrere Besonderheiten im Schloss.

Mit Unterstützung aus Württemberg – Besondere Kirche in Frankreich saniert

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