Hemmingen verschärft Haushaltssperre wegen Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen; Defizit wächst auf 12,9 Millionen Euro; Gemeinderat prüft Ausgaben, setzt Sparmaßnahmen fort; auch andere Kommunen betroffen.

Haushaltssperre bleibt: Hemmingen geht es finanziell noch schlechter: „Entwicklung trifft uns hart“ - Landkreis Ludwigsburg

Haushaltssperre bleibtHemmingen geht es finanziell noch schlechter: „Entwicklung trifft uns hart“

Die finanzielle Lage der Gemeinde Hemmingen hat sich binnen kurzer Zeit nochmals deutlich verschlechtert, heißt es aus dem Rathaus. Die Gewerbesteuer schrumpft auf ein Minimum.

Der Hemminger Rathaussprecher David Rohnert vermeldet eine Hiobsbotschaftaus dem Varnbüler’schen Schloss, dem Sitz der Gemeindeverwaltung: „Die Haushaltssperre bleibt bestehen“, heißt es in der Mitteilung. Der Grund dafür ist eine „deutliche Eintrübung der Gemeindefinanzen“. Demnach habe sich die finanzielle Lage der Gemeinde innerhalb kurzer Zeit „nochmals deutlich verschlechtert“.

DieGewerbesteuerschrumpft auf ein Minimum. Nach Jahrenhoher Gewerbesteuereinnahmensind diese laut Rohnert „inzwischen stark eingebrochen – allein im Jahr 2026 musste der Ansatz von ursprünglich 5,26 Millionen Euro auf rund 1,1 Millionen Euro korrigiert werden“, teilt der Rathaussprecher mit. Seit dem Jahr 2024 hätten sich die Gewerbesteuereinnahmen um rund 13,5 Millionen Euro verringert. „Gleichzeitig führen hohe Umlagezahlungen aus den Vorjahren zu erheblichen Belastungen“, so Rohnert. Für 2026 erwarte die Gemeinde ein Defizit von rund 12,9 Millionen Euro. Zuletzt ging sie von einem Minus von fast zehn Millionen Euro aus.

„Die Entwicklung trifft uns hart“, sagt Hemmingens Bürgermeister zur Finanzlage

Aufgrund dieser Situation wird in der Sitzung des Gemeinderats am 5. Mai, 19 Uhr, ein Nachtragshaushaltsplan für das Jahr 2026 verabschiedet. Und: Im vergangenen Novemberhat die Gemeinde eine Haushaltssperre verhängt, um die Zahlungsfähigkeit zu sichern. Diese Maßnahme bleibe nun bestehen. Alle Ausgaben würden aktuell streng geprüft und priorisiert.

Der Bürgermeister Thomas Schäfer (CDU) sagt dazu: „Die Entwicklung trifft uns hart. Wir müssen jetzt konsequent gegensteuern, um unsere finanzielle Handlungsfähigkeit zu sichern und die Gemeinde langfristig wieder auf stabile Füße zu stellen.“

Finanzen Gerlingen 2026Hohes Millionendefizit – Warum die Stadt dennoch Lob bekommt

DerGemeinderatund die Verwaltung würden in den kommenden Monaten „intensiv“ die bereits begonnene Haushaltskonsolidierung fortführen, heißt es aus demRathaus. Die Bürgerinnen und Bürger würden „selbstverständlich weiterhin transparent über die Entwicklung informiert“.Der Gemeinderat hatte bereits ein üppiges Sparpaket beschlossen.

Geldnot wieHemmingenhaben auch andere Kommunen

Haushaltssperre bedeutet: Die Gemeinde darf nur noch Geld für Dinge ausgeben, zu denen sie vertraglich oder rechtlich verpflichtet ist. „Es sieht echt düster aus. Alles Schöne wird eingedampft“,hatte der Rathauschef Thomas Schäfer im November die Konsequenzen der Haushaltssperre kommentiert.

Die Haushaltssperre sollte zum damaligen Zeitpunkt zunächst bis diesen März gelten,bis der neue Haushalt verabschiedet ist. AuchDitzingenhatte eine Haushaltssperre verhängt.Der Sparkurs der Großen Kreisstadt ist gewaltig.

Gerlingen plant für das laufende Jahr mit 4,6 Millionen Euro Defizit im Haushalt. Doch es überwiegt Zufriedenheit im Gemeinderat – wenn auch nicht bei allen Themen.

Hemmingen geht es finanziell noch schlechter: „Entwicklung trifft uns hart“

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