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title: "TIWAG verkauft erstmals Windstrom aus Niederösterreich durch Kooperation mit Simonsfeld AG; elf Windräder, Portfolio wächst um 48 Megawatt; Ziel: Erfahrung für mögliche Tiroler Windprojekte; Ausbau und weitere Kooperationen geplant."
sdDatePublished: "2026-04-29T04:03:00Z"
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TIWAG verkauft erstmals Windstrom aus Niederösterreich durch Kooperation mit Simonsfeld AG; elf Windräder, Portfolio wächst um 48 Megawatt; Ziel: Erfahrung für mögliche Tiroler Windprojekte; Ausbau und weitere Kooperationen geplant.

TIWAG verkauft Windstrom aus NÖ - tirol.ORF.at

29.04.2026 05.51 Online seit heute, 5.51 Uhr

TIWAG verkauft Windstrom aus NÖ

Die TIWAG vertreibt jetzt Strom von niederösterreichischen Windrädern. Mit einer neuen Kooperation mit dem Windkraftbetreiber Simonsfeld AG ist nun auch Windstrom im Energieportfolio des Landesenergieversorgers enthalten. Künftige Projekte in Tirol schließt die TIWAG nicht aus.

Nicht in Tirol, sondern in den niederösterreichischen Gemeinden Poysdorf, Wilfersdorf (Bezirk Mistelbach) und Hauskirchen (Bezirk Gänserndorf) stehen die ersten Windräder, deren Strom die TIWAG nun vertreibt. Insgesamt sind es vorerst elf Windräder, bis 2027 sollen sechs weitere in einem vierten Windpark dazukommen.

Durch die Kooperation wird das Energieportfolio um 48 Megawatt und eine Planproduktion von 120 Gigawattstunden erweitert. Damit könnten rund 34.000 Haushalte mit Strom versorgt werden, so die TIWAG.

Bei einem Lokalaugenschein in Niederösterreich erklärte TIWAG-Vorstand Michael Kraxner gegenüber dem ORF die Beweggründe: „Bekanntermaßen ist Windkraft eine sehr winterlastige Energieform. Und wir in Tirol haben sehr viel Wasserkraft. Wasserkraft ist bedingt durch die Schneeschmelze sommerlastig. Und somit ergänzen sich zwei komplementäre Technologien ideal.“

Erfahrung für Windkraft in Tirol sammeln

Auf die Frage, warum die ersten Windräder, deren Strom die TIWAG vermarktet, in Niederösterreich und nicht in Tirol stehen, sagte Kraxner: „Bekanntermaßen ist die Baufelderschließung für ein Windrad in Tirol im Hochgebirge sehr aufwendig und sehr teuer, auch die Energieableitung ist sehr aufwendig.“

Tirol habe Windkraftpotenzial, wenngleich es „noch überschaubar“ sei, so der Vorstandsdirektor. „Aber es gibt aktuell zahlreiche Untersuchungen. Somit wollen wir bewusst in Niederösterreich starten, um Erfahrung zu sammeln, sodass wir später für allfällige Projekte in Tirol gut gerüstet sind und unsere Erfahrung dort einbringen können.“

Für die Simonsfeld AG ist es die erste Kooperation mit einem Landesenergieversorger aus dem Westen Österreichs. „Wir haben mit anderen Energieversorgern schon ähnliche Modelle umgesetzt. Wind und Wasserkraft sind starke Partner der Energiewende, da sich die Saisonalität der Erzeugung ideal ergänzt und flexible Speicherkraftwerke gut geeignet sind, Schwankungen in der Winderzeugung auszugleichen“, so Markus Winter, Technikvorstand der Windkraft Simonsfeld AG.

Seit August 2025 ist das niederösterreichische Unternehmen auch in Tirol mit Windmessungen unterhalb des Mislkopfs in Navis (Bezirk Innsbruck-Land) vertreten. Die Messkampagne läuft noch bis Herbst 2026 und soll die Grundlage für weitere Schritte liefern. Außerdem prüfe man weitere potenzielle Standorte in Tirol. Die TIWAG wiederum prüft eine mögliche weitere Kooperation, ähnlich wie jene in Niederösterreich. Man sondiere momentan in Norddeutschland, so Kraxner.