Deutsche Post/DHL leidet unter schrumpfendem Briefgeschäft; steigende Stückkosten, sinkende Profitabilität trotz leichtem Paketwachstum; Ausland besser als Inland, Analysten positiv überrascht; operative Ziele bestätigt; weitere Umstrukturierungen, Mitarbeiterabbau bei Mercedes. Briefmenge: Briefgeschäft wird zum Ballast für die Post - Wirtschaft BriefmengeBriefgeschäft wird zum Ballast für die Post Der Blick in den Briefkasten war früher tägliches Pflichtprogramm. Heute schauen viele Bürger lieber in ihre Mailbox oder Chat-Apps. Das merkt auch die Post. Bonn - Ein schwächelndes Briefgeschäft macht der Deutschen Post zu schaffen. Wie der DHL-Konzern in Bonn mitteilte, stieg der Umsatz im Bereich Post & PaketDeutschlandim ersten Quartal zwar um 1,7 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) sackte allerdings um 5,8 Prozent auf 264 Millionen Euro ab - die Geschäfte im Stammgeschäft des gelben Riesen wurden also weniger profitabel. Das Unternehmen begründete diese Entwicklung mit sinkenden Briefmengen, wodurch das Ergebnis belastet werde. Wenn ein Briefträger nur noch einen Brief bis zu einem Haus bringt und nicht mehr zwei oder drei, steigen die sogenannten Stückkosten für den Transport. Hinzu kommen höhere Personalkosten. Im Digitalzeitalter schreiben die Menschen immer weniger Briefe und die Firmen setzen bei ihrer Werbung und Kundenkommunikation immer stärker auf digitale Kanäle - das bekommt die Post zu spüren. Das Paketgeschäft zieht hingegen an, da die Menschen mehr Waren im Internet bestellen als früher. Allerdings habe das Wachstum der Paketmenge die zurückgehenden Briefmengen beim operativen Ergebnis nicht ausgleichen können, hieß es von der Post. Der Konzern hat sich in DHL umbenannt, an der Börse heißt er aber noch Deutsche Post. Auch im Inland firmiert er unter dem deutschen Traditionsnamen. Im Ausland lief es besser Während der weltweit tätige Logistiker im Inland Gegenwind bekam, schnitt er im Ausland zum Jahresstart überraschend gut ab. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg konzernweit den Angaben zufolge um 8,3 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Euro. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich nur ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Der Umsatz sank allerdings um 1,9 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro, was DHL vor allem mit negativen Währungseffekten begründete. Konzernchef Tobias Meyer bestätigte die Jahresziele. Das Geschäftsmodell sei resilient und die Sparmaßnahmen wirksam, sagte er. Briefgeschäft wird zum Ballast für die Post Christian Dinkelacker im InterviewDinkelacker-Chef: „Bei uns wird es kein Bananenbier geben“ Stefan Hartung im GesprächBosch-Chef: Kein Mitarbeiter wird gezwungen, für die Rüstung zu arbeiten Verkäufe sinken weiterPorsche meldet fast ein Viertel weniger Gewinn Knall bei der Sparda-BankErste Frau im Vorstand wirft nach 24 Monaten hin MailandUnicredit will Anfang Mai Angebot für Commerzbank vorlegen Teure SpritpreiseADAC: Tanken im Vergleich zur Vorwoche deutlich teurer Stuttgarter AutoherstellerEine Milliarde für den Abbau: Wie Mercedes die Belegschaft verkleinert Edelmetall unter DruckGoldpreis über 3 % gefallen - Das steckt dahinter Stuttgarter AutobauerGewinn bei Mercedes gesunken - Pkw-Sparte schwächelt weiter Auch das Stuttgarter Frühlingsfest kann die Sorgen von Christian Dinkelacker nicht vertreiben: Dinkelacker-Schwaben Bräu steht unter Druck. Modegetränke soll es dennoch nicht geben. Konzernchef Stefan Hartung will auch die Verteidigungsindustrie beliefern. Ein Ersatz für das schwache Autogeschäft wird daraus aber nicht werden. Nach dem Krisenjahr 2025 will Porsche wieder auf Kurs kommen. Doch Probleme hat die Sportwagenschmiede weiterhin zuhauf. Wie sind die Schwaben ins Jahr gestartet? Paukenschlag bei der Sparda-Bank: Die erste Frau im Vorstand der Bank schmeißt nach nach nur zwei Jahren das Handtuch. Was führte zur Trennung von Susanne Drescher? Unicredit-Chef Orcel hält sich im Übernahmepoker offen, das jüngste Angebot für die Commerzbank nachzubessern. Eine offizielle Offerte will er am 5. Mai veröffentlichen. Mit der Senkung der Energiesteuer zum 1. Mai ist laut ADAC davon auszugehen, dass die Kraftstoffpreise schrittweise wieder sinken werden. Tausende Jobs weniger und eine klare Ausrichtung nach China: Mercedes treibt seinen Umbau voran – und setzt dabei auf Tempo, Einsparungen und globale Verschiebung. Um länger laufende Rahmenverträge für Trassen wird zurzeit seitens der Bahn mit privaten Konkurrenten gerungen. Das hat Auswirkungen auf Investitionen für Highspeedzüge. Der Goldpreis hat auch zum Mittwoch wieder deutlich nachgegeben und ist auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Wochen gefallen. Die aktuelle Bewegung lenkt den Blick wieder stärker auf den Rohstoffmarkt und die anstehenden geldpolitischen Termine. Erneuter Gewinnrückgang bei Mercedes-Benz. Allerdings fällt das Minus beim Stuttgarter Autobauer geringer aus als zuletzt. Was sind die Gründe dafür? --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.briefmenge-briefgeschaeft-wird-zum-ballast-fuer-die-post.af1cf8eb-e77d-4017-9564-7da6912b5e42.html sdDatePublished: 2026-04-30T05:16:00Z Topics: business reporting and performance, logistics, online shopping, mail order Locations: Germany, Bonn, Milan, Stuttgart